Mädchen in Uniform 1958

FRÄULEIN VON BERNBURG (in Acrylfarbe)  by L.A. Kovac´
FRÄULEIN VON BERNBURG (in Acrylfarbe) by L.A. Kovac´

 

 

Besetzung :

Lilli Palmer als Fräulein Elisabeth v. Bernburg

Romy Schneider als Manuela v. Meinhardis

Therese Giese als Direktorin                   

Blandine Ebinger als Fräulein v. Racket

Sabine Sinjen als Ilse v. Westhagen

Marthe Mercadier als Madam Aubert

Danik Pattison als Alexandra v. Treskow  

Ginette Pigeon als Edelgard v. Kleist

Adelheid Seeck als Prinzessin

Gina Alber als Marga v. Rackow

Christine Kaufmann als Mia

Paullette Dubost als Johanna

Lou Seitz als Köchin

Immy Schell als "ein Mädchen"

 


Mädchen in Uniform von 1958 sah ich persönlich zum ersten Mal mit etwa 12 Jahren. Die Geschichte ging mir damals sehr nahe, ich vergaß beide Darsteller nie. Nur wusste ich damals ihre Namen nicht, "Romy und Lilli". Heute bin ich von beiden Schauspielern sehr angetan. Sie waren fast die Größten ihres Fachs, wenn nicht sogar "Die Größten!".


-Die Handlung-

Preußen, Potsdam 1910.

In einem autoritären Pensionat für adlige Mädchen herrschen damals strenge Sitten. Zur Vorbereitung auf das harte Leben in der traditionellen Frauenrolle "Kinder, Kirche, Küche", werden die uniformierten Schülerinnen zu

Disziplin und Gehorsamkeit erzogen, dass durch eine harte Hand, wie die Direktorin des Stifts einmal sagte.

Eine junge engagierte Lehrerin legt in ihrem Unterricht größere Betonung auf Individualität und Menschlichkeit. Sie wirft der Direktorin umbarmherzige und

intolerante Erziehungsmethoden vor.

Manuela, ein Mädchen, das vor kurzem ihre Mutter verlor, kommt neu in das Stift

und wird Fräulein v. Bernburgs Klasse, sowie Schlafsaal zugeteilt. Schon nach kurzer Zeit entwickelte sie starke Gefühle und Schwärmereien gegenüber ihre Lehrerin Fräulein v. Bernburg. Meinhardis, nach Liebe und Aufmerksamkeit buhlend, zeigte eine Verliebtheit, die damals in dieser Zeit nicht geduldet wurde, heute aber bestimmt immer wieder zwischen Schülerin und Lehrerin vor kommen.

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Eine hartherzige Kollegin im Kollegium, die rechte Hand der Direktorin, wittert, wie man so schön dazu sagt, "Morgenluft". Sie veranlasst das Theaterstück "Romeo und Julia" zum Geburtstag und zu ehren der Internatsleiterin aufzuführen.



Manuela bekam die Rolle des Romeo, die aber spielte nach Meinung Madam Alber, diese so schlecht, dass sie evtl. umbesetzt werden sollte. Fräulein v. Bernburg stand bei dieser kritikreichen Probe an der Zimmertür und bekam den Schlagabtausch der Schülerin, mit dem der am Pult stehenden Lehrerin mit.

Sie wirkte etwas amüsiert über Manuelas Auftritt, bat sie dann aber mit einem fast kühlen Gesichtsausdruck, ihr zu folgen.

In einem anderen Klassenzimmer spielten sie gerade, den eben geprobten Teil,

eine Kussszene, noch einmal nach. Sie versuchte ihr zu helfen und zitierte Julia.

Romy küsste etwas unbeholfen in die Luft , Richtung Lehrerin.

Fräulein v. Bernburg darauf : "Das ist doch kein Romeo, er ist ein Mann, der zum ersten Mal liebt, komm Versuchs noch einmal."

Sie zitierte wieder und drehte den Kopf leicht zur Seite.

Daraufhin viel gefühlvoller küsste Manuela in ihrem Spiel, ihr direkt auf den

Mund und umarmte sie dann. Beide zeigten sich sehr verlegen.

Meinhardis doch war nun ganz in ihr gefangen.

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Das Stück wurde aufgeführt und Romeo war so gut darin, dass die Küchenmädchen schon munkelten, dass sie vielleicht einmal am königlichen Hof, Theater spielen könnte. Nach diesem Erfolg wurde gefeiert, bei dieser Gelegenheit gab es Kuchen und einen Punsch, dem etwas Alkohol zugefügt

wurde. Manuela trank sehr viel und geriet schnell in einen Rausch. Sie sollte

noch einmal ihren Monolog wiederholen, die von ihren Mitschülerinnen dazu gedrängt wurde und etwas betrunken ihre Liebe zu Fräulein v. Bernburg ausdrückte. Zur gleichen Zeit trat die Direktorin, mit ihrer rechten Hand Fr.v. Racket, da eine Mitschülerin sie verraten hatte, in den Raum.

Der Skandal war perfekt. Die Schulleiterin war empört.

Die betrunkene Manuela, mit den Worten:"Ich habe keine Angst",  sank zu Boden.

Sie wurde in das Krankenzimmer gebracht, in diesem sie wenig später bereute, was sie getan hatte. Völlig abgeschirmt musste sie in ihrem Bett verbringen, bis die Prinzessin ihren Besuch ankündigte.

Meinhardis musste dabei sein und traf das erste Mal nach ihrem Zusammenbruch auf ihre Lehrerin, die sie schon beachtete, aber wegschaute, als sie einen kurzen Blick zu ihr versuchen wollte.

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Nach dem Besuch wurde Fräulein v. Bernburg auf dem Zimmer der Chefin verlangt. Dort kam es zu einer Diskussion zwischen den beiden. Sie wurde letztendlich verwarnt. Völlig aufgelöst betrat sie ihr Zimmer, mit dem Gesicht in ihren Händen versunken und erhellte das Zimmer mit einer, der seiner Zeit typischen Lampe. Sie erschrak mit den Worte: "Du?"

Manuela stand an einer Wand, mit verweinten Augen und völlig apathisch, wie ich finde. Sie ging in ihre Richtung und sank wieder in sich zusammen, weil

eine Umarmung ihr gegenüber nicht erwidert wurde.

Dann auf einem Stuhl verweilend, kam es zu einer gefühlvollen Szene, in dem sie Meinhardis bat, doch vernünftig zu werden und ihr erklärte, nur ihre Lehrerin zu sein .......sonst nichts. "Du darfst mich nicht so lieben", einen von ihren zitierten Sätzen, mit einem mir unsagbaren Ausdruck von Schmerz in ihren Augen.

Die Schülerin verließ den Raum wenig später mit ihren Worten:"Leben sie wohl, Liebes F.v.Bernburg." Die Direktorin traf im Gang auf das völlig verstörte Mädchen.

Sie verlangte F.v. Bernburg wieder auf ihr Zimmer und war völlig

erregt über diesen Stress. Dieses Mal kam es zu einem Streitgespräch zwischen

beiden Lehrkräften. Diskutiert über zu harten Erziehungsmethoden, Kühle, Furcht und den Grund, warum sie in diesem Stift arbeiten wollte, "schweigen Sie" der Direktorin, verließ sie den Raum mit einer ausgesprochenen Kündigung ihrer Seite.

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Manuela tieftraurig und verletzt, saß auf der Treppe und starrte nach oben. Mit genuschelten Gebeten ging sie langsam Richtung höchstes Stockwerk und blieb

oben angekommen, am Geländer stehen. Sie schaute nach unten ohne jeglichen

Gefühl von Angst in den Augen. Es kam nach der Suche Meinhardis zu einem durcheinander und Tumult,  bis man sie schließlich am äußeren Geländer, vorn über gebeugt fand. Alle starrten nach oben.

Fräulein v. Bernburg kam mit der Englischlehrerin dazu und lief die Treppen hinunter. Sie versuchte das Mädchen von ihrem Vorhaben abzubringen und schaffte es, sie mit Worten zu erreichen. Mitschüler schlichen sich an sie heran und zogen sie wieder zurück. Manuela, außer sich, bat schreiend los gelassen zu werden. Erst F.v.Bernburg beendete das Durcheinander, mit einen lieblichen

"Manuela" und Schmerz sowie Leuchten in ihrem Augen.

Vor Erschöpfung verlor sie das Bewusstsein. In ihrem Bett, sich drehend und mit schmerzlichem Gesicht, rang sie nach einer Hand. Diese ihr dann plötzlich von der Direktorin gereicht wurde, daneben F.v.Bernburg.

Die Direktorin tief mitgenommen, hatte wohl verstanden. Sie bat sie doch, zu bleiben. Doch eine Ablehnung folgte: "Nein, Manuela wird ihren eigenen Weg finden, ich würde ihr jetzt nur im Weg stehen."

Nach diesen Worten verließ erst die Stiftsleiterin den Raum.

Fräulein von Bernburg löschte das Licht und ihr Schatten verschwand in der Tür.  


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Link: http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4dchen_in_Uniform_(1958)

Version: 30. März 2011 um 14:27

Quelle: 

Seite „Mädchen in Uniform“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. November 2010, 12:59 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=M%C3%A4dchen_in_Uniform&oldid=81722671 (Abgerufen: 10. April 2011, 13:32 UTC)

Iniformationen aus Wikipedia, Satzstellungen alle verändert.

In blau gesetzten Worte stammen nicht aus Wikipedia. (selbst wiedergegeben) 

Die obere Abbildung habe ich von L.A.Kovac´als Spende erhalten.


 

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