Teil 2

Auf ihrer Maturareise hin, wollte sie unbedingt neben ihr sitzen und tatsächlich, ihre Professorin, bat sie zu sich.

Leila freute sich sehr darüber, war aber gleichzeitig sehr traurig, denn dieses sollte die letzte Fahrt mit ihr gewesen sein. "Das wusste sie natürlich und tröstete mich, die Zeit im Gymnasium war nun vorbei": so meine Freundin.

Auch:"Meinen Schulkolleginnen war sie völlig egal, denn die hatten alle schon Freunde."

Beide verbrachten am Zielort der Fahrt, einige Zeit zu zweit, allein auf einer kleinen Insel, während alle übrigen, einen Ausflug mit dem Reiseleiter unternahmen. Leila und Maria, besuchte eine dort anlägige Kirche und fotografierten. Ihre Schülerin empfand es, als sehr schön.

 

 

Als sie dann die Schule verließ, ging sie auf eine pädagogische Akademie, denn schon im 8. Schuljahr hatte sie beschlossen Lehrerin, zu werden.

Sie borgte sich in dieser Zeit, einmal die Ski ihrer ehemaligen Professorin.

"Sie freute sich, dass ich Lehrerin geworden bin."

"Ich besuchte sie einmal die Woche im Gymnasium, da begleitete ich sie zur Straßenbahn und das freute mich riesig, das sie zwei Stationen mit ihr fuhr."

Sie erzählte ihr das, wenn sie heiraten werde und einen Buben bekommen würde, er nach ihrem Nachnamen genannt würde.

(Um keine Verwirrung zu stiften, es ist schon ein männlicher Name, kein normaler üblicher Familientitel)

 

 

Sie verheiratete sich tatsächlich. Ihr Ehemann und sie sahen sich oft nur am Wochenende, da dieser zum Militär eingezogen wurde.

In den 70Ger Jahren dann, verstarb Leilas Vater, als bereits ihr erstes Kind unterwegs war.

Es wurde ein Mädchen, zu früh geboren unter anderem, die Leber noch nicht ganz entwickelt, verstarb sie den nächsten Tag.

Ein dunkel angezogener Mann betrat das Zimmer, der erst vor kurzem gewordenen Mutter, als sie nichts ahnend davon erfuhr. Hatte sie angenommen, das wohl ihre Mutter verstorben sei, nachdem sie ihren Vater bis zu seinem Lebensende gepflegt hatte. Sie war herzkrank und selbst schon sehr schlecht beisammen.

Es vergingen noch sieben Jahre, als sie dann doch einen gesunden Jungen zur Welt brachte.

 

Mutterglück!

Er wurde nach Leilas Professorin benannt.

Kurz vor dieser Geburt aber, starb ein weiteres Familienmitglied, dieses Mal ihre eigene Mutter.

"Nach langem Herzleidend verließ sie unsere Welt und ich war ganz bei ihr", schrieb sie mir. Sie sagte:"Wenn ich sterbe, kränke dich nicht, sondern schau nur auf dein Kind."

Das tat sie dann auch, sie braucht 8 Jahre um sich von ihrem Verlust, ihrer geliebten Mutter verarbeitet hatte.

Sie mochte auch Maria, die Lehrerin ihrer Tochter sehr gern, wie auch umgekehrt. Mitleid hatte die Lehrkraft mit ihrer Mutter stets gehabt, wenn sie dann zu ihrem Elternsprechtag kommen musste und sie schon so sehr gealtert war. Es war ihr oft zu mühsam.

Ebenso half sie dem Mädchen Vergünstigungen zu beantragen, für ihre Skikurse. Da sie wusste, dass Leilas Eltern zu wenig Geld besaßen.

"Ich besuchte sie mit meinem Sohn im Gymnasium und fuhr sie dann mit dem Auto Heim."

Ihr Kontakt blieb immer erhalten.

 

Ihre Liebe wuchs und wuchs all die Jahre, bekam immer festeren Untergrund!

Oft berichtete meine Freundin, dass sie sich Jahr für Jahr, zu ihren Geburtstagen treffen und dann sehr viel Freude aneinander haben.

Sie ist manchmal so aufgeregt, dass ich es ihr nachfühlen konnte. Wir schreiben uns dann.

Als würde sie neben mir sitzen, ihre Nervosität kurz vorher, an mich weiter geben, lese ich in jeder Zeile, wie stark ihr Herz pulsiert. Sie steckt mich an und ich, ich muss immerzu auf die Uhr schauen. Seltsam, aber wahr.

Ich kenne diese Frau nicht und bin ihr persönlich nie begegnet. Trotzdem bekomme ich eine Sicht und ein Gefühl zu ihrer Person, welche ich hier Leilas Professorin meine.

 

 

Mein Schlusswort

Dieses soll meine kurz erzählte Zusammenfassung ihrer Geschichte sein,

die ich hier unbedingt einmal aufschreiben wollte.

Ein Beweis, dass man diesem schon sehr alten Buch, Christa Winsloe´s, Glauben schenken sollte!

 

Diese Liebe erleben einige von Euch vielleicht jeden Tag, oder gerade in dieser Minute, in diesem einen Moment. Ich hörte viele dieser Erlebnisse, die sind ähnlich geschehen und vor allem, sind diese wahr!

 

 

Die Liebe sucht sich ihre eigenen Wege, egal welcher Art!


(C) Nina    Quelle: Gespendet und mit Enverständnis wiedergegeben


 

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